Festspiele Erl: Vergleich mit Blogger Markus Wilhelm?

Artikel über Lohnwucher müssen vom Blog gelöscht werden


Erl, 27.11.2018. Die Festspiele Erl und der Blogger Markus Wilhelm haben sich vor Gericht auf einen bedingten Vergleich geeinigt. Die Festspiele hatten den Blogger zuvor auf Unterlassung und Widerruf verklagt. Medienberichten zufolge müsste Wilhelm demnach seine Artikel zum Verdacht auf Lohnwucher und Sozialdumping löschen, zusätzlich müsste ein Ausgleichsbetrag in Höhe von 2.000 Euro bezahlt werden. Die Verteidigung des Bloggers stimmte der Übereinkunft zu, jedoch betonte der Anwalt Markus Orgler vor dem Landesgericht Innsbruck, dass der Vergleich nicht mit einem Schuldeingeständnis gleichzusetzen sei.

Noch ist das Urteil nur bedingt geschlossen, da noch die Zustimmung der Klägerin eingeholt werden muss. Danach kann der Vergleich noch innerhalb von 14 Tagen von beiden Seiten widerrufen werden.

Die Festspiele standen seit Anfang des Jahres massiv in der Kritik: Wilhelm hatte durch seine Artikel über Korruption, Ausbeutung, "moderne Sklaverei" und sexuelle Nötigung sowie Verstößen gegen das Arbeiterschutzgesetz bei den Festspielen Erl und durch Ex-Intendant Gustav Kuhn die Diskussion über ins Rollen gebracht.

Die Tiroler Festspiele Erl wurden 1997 vom Dirigenten und Regisseur Gustav Kuhn ins Leben gerufen und haben sich seither zu einem internationalen Musikfestival entwickelt. Neben dem Hauptfestival im Sommer findet seit dem Jahr 2012 auch eine Wintersaison in einem eigens dafür errichteten Festspielhaus statt. Dieses wurde von dem Wiener Architektenbüro "Delugan Meissel" entworfen und bietet Platz für 862 Besucher. Nach Kuhns Rücktritt   wird das Festival im kommenden Jahr durch wechselnde Dirigenten übernommen.

Quelle: klassik.com




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